Flügelkleid

Als Flügelkleid bezeichnet man Kleider, die kleine Kinder bis ins 19. Jahrhundert trugen.Im Rücken war die obere Lage dieser Kleider geteilt und zwei lange Stoffbahnen hingen flügelartig herab; nach anderen Schilderungen bildeten die hängenden Ärmel eine Art Flügel. Das Grimmsche Wörterbuch führt zahlreiche Beispiele an, nach denen das Flügelkleid zu tragen oder noch im Flügelkleid zu stecken ein Synonym für Kindlichkeit und Unmündigkeit war, im gleichen Sinne wird der Ausdruck noch in Theodor Fontanes Roman Unwiederbringlich verwendet. Ein Lied aus Franken beginnt mit den Versenund schildert die erste unschuldige Liebe dieses Mädchens zu einem Gymnasiasten.
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