- Der Klapp- oder Umlegekragen (Kentkragen) ist die heute meistverbreitete Form und nur mäßig gespreitzt.
- Der Cutaway-Kragen (Haifischkragen bzw. Haikragen) ist ein modisch hoher Kragen, breit gespreizt (bis zu 160°-Winkel) und daher gut für besonders große Krawattenknoten (Windsorknoten) geeignet. Im Allgemeinen ist er mit Kragenstäbchen versehen.
- Der Button-Down-Kragen ist ein sportlich weicher Kragen ohne Kragenstäbchen und geht aus den 1950er Jahren der US-amerikanischen Firma Gant zurück. Die Kragenschenkel werden dabei am Hemd angeknöpft. Diese Kragenart wird im Allgemeinen nicht zum Anzug oder zweireihigen Sakko getragen.
- Der Tabkragen hat eine enge Spreizung und wird immer mit Krawatte getragen. Die weichen Kragenenden ohne Kragenstäbchen werden mit knöpfbarem oder Druckknopfverschluss unter dem dazu passenden schmalen Krawattenknoten zusammengehalten.
- Der Nadel-Kragen (Pin-Collar) ist heute nur noch wenig verbreitet. Die Kragenecken werden bei dieser Form mit einer speziellen Kragennadel zusammengehalten. Seltener wird er auch mit abgerundeten Kragenenden (sogenannter Clubkragen) angetroffen.
- Der Stehkragen ist die älteste Kragenform und wird nur noch bei festlichen Frackhemden getragen (siehe Vatermörder).
- Der Trelegant-Kragen ist ein stufenlos regulierbarer Kragen „ohne obersten Knopf“. Er ist patentrechtlich durch das Versandhaus Walbusch geschützt, wird mittlerweile jedoch auch von anderen Herstellern angeboten.
- Der Spitzkragen ist eine seit längerer Zeit nicht mehr gebräuchliche Kragenart mit sehr enger Spreizung (spitzer 45°-Winkel). Er wurde mit schmalem Krawattenknoten oder Fliege getragen und mittlerweile vom Cutaway-Kragen abgelöst. Der Kragen kann durch Umnähen der Kragenenden gespreizt und so zu einem Haifischkragen umgearbeitet werden.
- Der Winchesterkragen (auch „Kontrastkragen“) ist ein weißer Kragen, der zu Hemden mit farbigem, häufig gestreiftem Körper, getragen wird. In der Regel sind auch die Manschetten weiß.
- Auch der Windsorkragen gehört zu den Cutaway-Kragenformen (englische Bezeichnung).
In Amerika benutzt man den Begriff Keaton collar, also Keaton-Kragen. Der US-amerikanische Designer Ralph Lauren beispielsweise greift ihn in seiner Purple-Label-Kollektion auf.
Bei hochwertigen Hemden werden die Kragenflügel durch herausnehmbare Kragenstäbchen (collar stiffener) verstärkt. Diese sind für gewöhnlich aus Kunststoff oder aber Metallen wie Weißblech oder Messing. Sehr hochwertige Ausführungen können hingegen auch aus Horn, Perlmutt, edlem Holz, Sterling-Silber oder fossilem Mammutelfenbein gefertigt sein.
Die Kragenstäbchen sollten dabei vor der Wäsche unbedingt entnommen werden. So werden die Kragenspitzen geschont und die Kragenstäbchen gehen nicht im Inneren der Waschmaschine verloren.
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