Picaldi Jeans

Picaldi ist ein großes Textilunternehmen mit Firmensitz in Istanbul. Es wurde 1986 in der Türkei von Zafer Akarsu gegründet. Seit 1979 ist der Gründer Zafer Akarsu in der Textilbranche tätig.Die Firma Picaldi Tekstil Ürünleri Pazarlama Ltd. (engl. Picaldi Textile Product Marketing Limited Company), mit Geschäftssitz in Istanbul/Türkei, ist Inhaberin der bekannten Marken „Picaldi“, „Picaldi Jeans“,„PCL“, „PCLD“ und Picaldi ZICCO. Unter dem gleichnamigen Firmennamen produziert und verkauft die Picaldi Ltd. seit über 23 Jahren u.a. Jeans, Sweatshirts, T-Shirts, Jacken, Gürtel, Boxer-Shorts und sonstige markeneigene Textilien mit dem Logo „Picaldi“. Die Produktlinie umfasst vor allem Streetwear (insb. Jeans, Jacken, etc.).Anfang der 90-er Jahre war die Picaldi Ltd. mit ihrer Firmeneigenmarke bzw. Designer-Label national in über 600 Vertriebsläden vertreten. Auf dem internationalen Markt belieferte Picaldi u. a. Schweiz, Frankreich, Spanien, Russland, Polen und Deutschland.Die Marke wurde und ist vor allem in der deutschen Hip-Hop-Subkultur verbreitet. Dazu trug maßgeblich bei, dass Rapper wie Bushido Jacken der Marke auf Konzerten präsentierten. Viele Berliner Rapper unter anderem Bushido erwähnen Picaldi häufig in ihren Songtexten, wie auf dem Track Abschaum aus dem Album 7 „Hier geht es nicht um mies oder fresh, ich hab die Picaldi Jeans voller Cash“; oder aus dem Album Staatsfeind Nr. 1 auf dem Track Wir regieren Deutschland, auf dem Part von Baba Saad „Jetzt bin ich der, den du nie wieder bei Aldi siehst. Scheiß auf eure Baggy-Pants, ich rappe in Picaldi Jeans“. Der Marke haftet das Image an, vor allem im „Ghetto“, also im Prekariat der Großstädte und besonders im migrantischen Milieu verbreitet zu sein; das Label selbst warb zeitweise mit dem Claim „Nix Aldi - Picaldi“, und der Rapper Eko Fresh ließ sich für das Booklet seines Albums Hart(z) IV in Picaldi-Kleidung fotografieren. Die taz charakterisierte Picaldi 2006 in einem Artikel als Jungsmode, für Halbstarke, die sich gegenseitig „Opfer“ nennen, der Stern sprach von Mode für die Unterschicht und Glamour für Ghettokids.Das Modelabel hat Filialen in Berlin des Weiteren in Braunschweig, Bremen, Hamburg, Hannover, Köln, München, Regensburg und in weiteren deutschen Städten sowie in Wien und Istanbul. Neben Jeans gehören heute Bomberjacken, Tarnhosen und Sweatshirts zum Sortiment des Unternehmens.Während des Zeitraumes von 2001-2008 war für den deutschen Markt Zeki Öztürk - mit der Firma Picaldi Jeans GmbH, Geschäftssitz Berlin - Vertriebspartner für Deutschland. Sie hatte ein ausschließliches und exklusiven Vertriebsrecht für das türkische Designer-Label Picaldi auf dem deutschen Markt. Das Unternehmen erzielte 2006 einen Umsatz von 5,8 Millionen Euro.Anfang November 2008 (3. November 2008) wurde das Vertragsverhältnis mit der Picaldi Jeans GmbH aufgrund diverser Rechtsverstöße gekündigt und die Lieferung an den Geschäftsführer der Picaldi Jeans GmbH Zeki Öztürk eingestellt. Ausschlaggebend für die fristlose Kündigung war jedoch, dass der Markeninhaber feststellen musste, dass sein langjähriger Vertriebspartner seit 2005 zusätzlich systematisch und fortgesetzt gefälschte Picaldi-Artikel in Pakistan günstiger produzieren ließ und in Deutschland als vermeintliche Originalware in den Handel brachte.Neuer Vertriebspartner für den exklusiven deutschlandweiten Großhandel ist seither (November 2008) die Disoldi Company GmbH.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Picaldi Jeans aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.